Malta zählt zu transparentesten Ländern in Steuerfragen

Die OECD hat in den ver­gan­genen Jahren eine kaum vorstell­bare Leis­tung voll­bracht. Mit der BEPS-Ini­tia­tive ist es ihr gelun­gen, einen automa­tis­chen Date­naus­tausch zwis­chen den Teil­nehmer­staat­en auf den Weg zu brin­gen. Der Aus­tausch von Steuer­dat­en macht es Steuer­hin­terziehern prak­tisch unmöglich ille­gale Steuerkon­struk­te zu nutzen.

Malta immer wieder in der Kritik wegen Steuersystem

Ger­ade Mal­ta hat in den ver­gan­genen Jahren viel Kri­tik ein­steck­en müssen. Man würde mit seinem Fiskalkonzept aus­ländis­chen Unternehmen eine unrecht­mäßige Steuerver­schiebung bzw. Steuerver­mei­dung ermöglichen. Zwar gibt es für aus­ländis­che Unternehmen die Möglichkeit die Steuer­last stark zu reduzieren. Diese ist jedoch an strenge Voraus­set­zun­gen geknüpft und im Regelfall nur dann möglich, wenn der Unternehmer seinen Lebens­mit­telpunkt nach Mal­ta ver­lagert.

OECD-Studie untersucht Steuerkonformität

In ein­er inter­ak­tiv­en Karte zeigt die OECD die Ergeb­nisse der Unter­suchung von über 140 Staat­en. Die Unter­suchung hat sich mit Trans­parenz und Gewin­nver­schiebung von Unternehmen beschäftigt. Denn Ziel der Mit­gliedsstaat­en des Abkom­mens ist es, Gewin­nver­schiebun­gen mit dem einzi­gen Ziel der Steuerver­mei­dung abzustellen.

Finanzminister Scicluna lobt Maltas Ergebnisse

Der Insel­staat Mal­ta kann sich mit den Ergeb­nis­sen der Unter­suchung sehr zufrieden zeigen. Wurde doch her­aus­gestellt, dass Mal­ta sowohl beim Aus­tausch der Dat­en wie auch bei der Reg­ulierung des Finanzsek­tors die inter­na­tion­al vere­in­barten Stan­dards voll ein­hält. Es kön­nen keine steuer­schädlichen Fak­toren fest­gestellt wer­den. Mal­ta zählt mir der Ein­hal­tung der vere­in­barten Regeln zu den trans­par­entesten Län­dern. Ein beson­deres Augen­merk legte Sci­clu­na bei sein­er Argu­men­ta­tion auf den Aus­tausch der Dat­en. Dieser – wie die Unter­suchung belegt – sei in Mal­ta zweifels­frei möglich und würde im Rah­men der Vere­in­barun­gen umge­set­zt.

Was hat Datenaustausch für Malta Limited zur Folge?

Da wir als Kan­zlei viele deutsche Unternehmer auf Mal­ta betreuen, möchte ich noch kurz auf die Bedeu­tung des Date­naus­tauschs für die Inhab­er ein­er Mal­ta Lim­it­ed einge­hen. Unser Beratungsansatz ver­fol­gt dabei die Strate­gie so trans­par­ent wie möglich zu sein. Denn sobald ein Unternehmer seinen Lebens­mit­telpunkt nach Mal­ta ver­lagert, wird (in Abhängigkeit der Aktiv­itäten in Deutsch­land – Stich­wort „Betrieb­sstätte“) keine Steuerpflicht in einem anderen Land aus­gelöst. Somit kann man dem Aus­tausch der Dat­en gelassen gegenüber­ste­hen. Sie sehen also, welche wichtige Stel­lung der Lebens­mit­telpunkt beim Mal­ta Kon­strukt ein­nimmt.

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