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Bedeutet eine negative Inflationsrate in Malta eine Deflation?

Horst WickinghoffHorst WickinghoffAktualisiert 3 Min. Lesezeit.md
Inhaltsverzeichnis
  1. 01Erklärung für die diesjährige, negative Inflationsrate
  2. 02Welche Bedeutung hat die Inflationsrate für Unternehmen?
  3. 03Erwartet Malta eine deflationäre Spirale?

Das maltesische Nationalbüro für Statistiken hat in diesem Juli eine jährliche Inflationsrate von -0,05% gemessen. Im Vergleich zum Vorjahr ist diese Zahl überraschend, denn im Vorjahr war die maltesische Inflationsrate 2,08%. Malta bewegte sich also von einer positiven Inflation zu einer negativen Inflation. Allerdings kann man nicht sofort davon ausgehen, dass es sich hierbei um eine Deflation handelt (welche auf Dauer zu einer Abwertung des Geldes führen würde).

Erklärung für die diesjährige, negative Inflationsrate

Der hauptsächliche Grund, aus dem Malta momentan eine negative Inflation aufweist, besteht daraus, dass die Preise für Wasser, Strom, Gas und Benzin beträchtlich gesunken sind (-0.62 Prozentpunkte). Auch im Bereich Transport und Kommunikation wies Malta eine Verminderung der Preise auf (-0.25 Prozentpunkte). Preise in anderen Bereichen wie Freizeit und Kultur, Getränke und Tabak, Haushaltsausstattung und Aufrechtserhaltungskosten von Häusern sind jedoch gering gestiegen. Es sind also hauptsächlich die Verringerungen im Bereich des Stroms, Wassers, Gas, Benzins, Transports und der Kommunikation, die für die diesjährige negative Inflationsrate sorgten.

Welche Bedeutung hat die Inflationsrate für Unternehmen?

Eine Deflation nur dann, wenn der allgemeine Preisspiegel sich über einen längeren Zeitraum hinweg verringert. Die Inflationsrate befindet sich nun nach einiger Zeit zum ersten Mal wieder im negativen Bereich. Man kann also noch nicht von einer Deflation sprechen. Die wichtigste Frage, die man sich als Unternehmen in Malta momentan stellen muss ob sich diese Inflationsrate auf ihr Unternehmen auswirkt.

Es gibt drei Möglichkeiten: Entweder werden die Kunden ihr Geld auf die Seite legen, weil sie sich denken, dass die Preise in der Zukunft niedriger sein werden, oder weil sie sich momentan über ihre eigene Lage nicht sicher sind. Im zweiten Fall ändert sich im Verhalten der Kunden nichts. Der dritte Fall ist, dass die Kunden mehr einkaufen, da sie in der Zukunft einen Anstieg der Preise oder einen Wertverfall ihrer Ersparnisse befürchten.

Für Unternehmen ist es zudem auch eine wichtige Frage, ob die sinkenden Energiepreise, die für die Stromrechnung und Transportkosten eines Unternehmens eine entscheidende Rolle spielen, weiterhin sinken werden, oder ob es sich nur um eine temporäre Verringerung handelte. In den letzten Jahren gab es eine ständige Inflation der Energiepreise – doch können sich Unternehmen nun sicher sein, dass keine weitere Inflation zu erwarten ist?

Erwartet Malta eine deflationäre Spirale?

Das größte Problem, das in der Zukunft auftauchen könnte ist die sogenannte deflationäre Spirale. In dieser Spirale führt weniger Nachfrage zu einer geringeren Produktion. Eine geringere Produktion bedeutet weniger Bedarf an Arbeitskräften. Höhere Arbeitslosigkeit führt dann erneut zu weniger Nachfrage.

Da die maltesische Regierung jedoch u.a. die Energiepreise reduzierte und die Konsumenten ermutigt, scheint es, dass maltesische Unternehme auch in Zukunft erfolgreich wirtschaften können.

Horst Wickinghoff

Über den Autor

Horst Wickinghoff

Senior New Business Manager

Horst Wickinghoff berät seit knapp 20 Jahren deutschsprachige Unternehmer und Privatpersonen zum Standort Malta. Als erster Ansprechpartner für neue Mandanten kennt er die typischen Fragen, Bedenken und Fallstricke bei Firmengründung und Relocation aus hunderten Beratungsgesprächen. Er verbindet fundiertes Fachwissen mit einem pragmatischen Blick dafür, ob Malta zur individuellen Situation passt.

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