Vor- und Nachteile für einen Expat auf Malta

Wer träumt nicht von einem Leben am Meer und in der Sonne? Mal­ta hat sich in den ver­gan­genen Jahren für viele Unternehmen zu ein­er Top-Des­ti­na­tion entwick­elt. Dementsprechend wer­den auch hoch qual­i­fizierte Mitar­beit­er benötigt. Da der heimis­che Arbeits­markt beschränkt ist und Mal­ta eine Reko­rdbeschäf­ti­gungsquote vorzuweisen hat, greifen Unternehmen ver­stärkt auf Mitar­beit­er aus dem Aus­land zurück. Expats wer­den meist für eine Zeit von einem bis zu drei Jahren ins Aus­land entsandt und sind dort für ihr inter­na­tion­al agieren­des Unternehmen tätig. Als Kan­zlei beobacht­en wir einen wahren „Run“ auf Mal­ta. Nie zuvor waren so viele Expats auf der Insel. In der Regel fühlen sich die Zuge­zo­ge­nen auf Mal­ta sehr wohl. Doch immer wieder erlabt man auch Fälle, in denen die Expats ihre Zeit auf Mal­ta verkürzen, weil ihnen das Leben auf der Insel nicht gefällt. Aus diesem Grund wird im heuti­gen Blog­a­r­tikel eine (in Zukun­ft zu ergänzende) Liste mit Vor- und Nachteilen begonnen, die Expats als Ori­en­tierung dienen soll. Wir erheben dabei wed­er den Anspruch auf Voll­ständigkeit noch auf Objek­tiv­ität. Dieser Blog­beitrag spiegelt (dort wo nötig) unsere sub­jek­tive Mei­n­ung wider, die auf Grund­lage unser­er Zeit auf Mal­ta gefällt wurde.

Lebenshaltungskosten auf Malta

+ Im Ver­gle­ich zu vie­len anderen europäis­chen Län­dern ist Mal­ta in Sachen Leben­shal­tungskosten gün­stig. In manchen (ein­ver­standen, etwas abgele­generen) Pubs bekommt ein Pint Bier für 1,50€ und auch Snacks sind gün­stig zu haben. Auch der öffentliche Nahverkehr ist sehr gün­stig und ein Monat­stick­et ist für 26€ zu haben (wobei man die öffentlichen Verkehrsmit­tel – abge­se­hen von den Fähren – nicht unbe­d­ingt empfehlen kann).

- In einem Restau­rant zu essen kann teuer wer­den. Beson­ders wer gewisse Ansprüche an Ser­vice und Ambi­ente hat, muss etwas tiefer in die Tasche greifen. Auf Mal­ta gibt es nur wenig sehr gute Restau­rants. Diese ken­nen ihren Wert und lassen sich diesen entsprechend bezahlen. Doch auch hier gilt Punkt 1 – im Ver­gle­ich zu Paris oder Lon­don sind die Preise noch immer mod­er­at.

- Die Kosten für Tele­fon und Inter­net sind ver­gle­ich­sweise teuer. Für eine Stan­dard­leitung bezahlt mal schnell 50€ im Monat und lei­der lässt die Zuver­läs­sigkeit immer wieder zu wün­schen übrig. Ähn­lich ver­hält sich dies bei den lokalen Mobil­funkan­bi­etern. Die Kosten für einen Ver­trag liegen schnell bei 50€. Je nach Tar­i­fop­tion (wer viel in ein nicht EU-Land tele­foniert, kön­nte entsprechende Tar­ife nutzen) bezahlt auch das Dop­pelte.

Markt für Mietwohnungen auf Malta

- Ver­mut­lich wird dieser Absatz bere­its wenige Monate nach Veröf­fentlichung wieder ver­al­tet sein. Warum? Weil sich der Immo­bilien­markt auf Mal­ta ger­ade in einem krassen Wan­del befind­et. Die Preise für Mieten steigen momen­tan im zweis­tel­li­gen Prozent­bere­ich (pro Jahr). Bish­er dieser Aufwärt­strend noch kein Ende gefun­den. Und es wird weit­er auf Mal­ta gebaut. Derzeit entste­hen gle­ich mehrere Wolkenkratzer auf Mal­ta, die das Land­schafts­bild nach­haltig verän­dern wer­den. In beliebten Städten wie St. Julians oder Sliema sind die Mieten beson­ders hoch (900€ aufwärts).

+ Wer weit­er ins Lan­desin­nere rückt, kann auch heute noch zu bezahlbar­eren Preisen (ca. 500€) eine Woh­nung find­en (z.B. in Naxxar). Unser Insid­er­tipp: Unbe­d­ingt in der Neben­sai­son eine neue Woh­nung suchen. Die Mieten sind dann oft bis zu 30% bil­liger und wer mit dem Ver­mi­eter ver­han­delt, kann nochmals richtig sparen. Vorauszahlun­gen von bis zu einem Jahr wirken sich auch pos­i­tiv auf den Miet­preis aus.

Eröffnen eines Bankkontos

Diesem Abschnitt möchte ich ein Zitat vorausstellen, das ich neulich mit einem Schmun­zeln zur Ken­nt­nis genom­men habe:

BE PREPARED TO BE TREATED LIKE A CRIMINAL IN ALL OF YOUR DEALINGS WITH THE BANK …”

- Es ist tat­säch­lich so, dass die Banken sehr restrik­tiv sind und die Banken bei der Eröff­nung eines Bankkon­tos sehr genau hin­schauen. Der Grund dafür sind die sehr restrik­tiv­en Geld­wäschege­set­ze. Es gibt sehr strik­te KYC (Know your client) Regelun­gen, an die sich die Finanzin­sti­tute hal­ten müssen. Eine einge­hende Über­prü­fung gehört hier zum Stan­dard. Mal eben ein Kon­to eröff­nen – wie man es vielle­icht aus Deutsch­land ken­nen mag – das funk­tion­iert auf Mal­ta nicht.

+ Diese Sicher­heit zahlt sich jedoch auch für den Kun­den aus. Wer ein­mal ein Bankkon­to hat, kann auf die Rep­u­ta­tion der mal­te­sis­chen Bankverbindung bauen. Unser Insid­er­tipp: Besor­gen Sie sich möglichst schnell die mal­te­sis­che ID-Karte. Diese ist zwar kein offizielles Ausweis­doku­ment, wird aber auf Mal­ta fak­tisch als ein solch­es ange­se­hen. Es unter­schei­det Sie von Touris­ten und erle­ichtert so manchen Behör­den­gang. Die Mal­ta-ID zählt somit zur Grund­vo­raus­set­zung.

Als Unternehmer auf Malta aktiv sein

+ Sie kön­nen in Mal­ta von der sehr attrak­tiv­en Steuerge­set­zge­bung prof­i­tieren. Weit­er­hin ist Mal­ta ger­ade im Inbe­griff neue Geset­ze zur Reg­ulierung von Dig­i­tal­en Währun­gen zu ver­ab­schieden. Der Insel­staat möchte mit ein­er Pos­i­tivreg­ulierung die Tore für Start-Ups und große Unternehmen aus dem Bere­ich der Blockchain Indus­trie öff­nen. Und das funk­tion­iert: Bere­its große Unternehmen und Kryp­to-Börsen haben ihren Umzug nach Mal­ta angekündigt. Mal­ta ist weltweit­er Pio­nier was die Reg­ulierung von Finanzpro­duk­ten und Dig­i­tal­en Währun­gen anbe­langt. Die Wirtschaft wird hier einen Schub erleben. Wenn Sie als Unternehmen in diesem Kon­text tätig sind, ist Mal­ta der „Place-to-be“ für Sie. Sowohl in Sachen Geset­zge­bung, steuer­lich­er Infra­struk­tur als auch in punc­to Net­zw­erk.

- Es kostet einige Anstren­gung, ein Unternehmen auf Mal­ta zu grün­den und zu betreiben. Eine Briefkas­ten­fir­ma reicht nicht aus. Sie müssen ein Büro anmi­eten, Angestellte haben und besten­falls auch Ihren Lebens­mit­telpunkt nach Mal­ta ver­lagern. Nur so kön­nen Sie von der Steuerge­set­zge­bung prof­i­tieren.

Wir wer­den diesen Beitrag im Laufe der Zeit aus­bauen und ergänzen. Wir freuen uns auf Ihr Feed­back und Ihre Erfahrun­gen, die Sie im Laufe der Zeit auf Mal­ta gemacht haben.

 

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