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Malta Warnt Vor Krypto-Scams & Nimmt Blockchain-Risiken Ernst

Die maltesische Finanzaufsicht MFSA warnt die Öffentlichkeit vor einem betrügerischen Online-Anbieter namens „Bitcoin Revolution“. In der Aussendung vom 25. Januar auf der Webseite der MFSA wird eindringlich auf die illegalen Aktivitäten des Unternehmens hingewiesen.

Die bisher unbekannten Täter würden ihr Projekt auf einer Vielzahl unterschiedlicher Domains, zuletzt der Webseite https://the-bitcoin-revolution.org/ anpreisen. In umfangreichen Werbekampagnen auf nicht konkret genannten Social-Media-Plattformen würde das Unternehmen mittels Werbung Besucher auf ihre Webseite locken. Besonders hinterlistig: Bitcoin Revolution wirbt mit vermeintlich echten Testimonials und Unterstützung diverse lokaler Prominenter und Stars. Zudem wird auf der Webseite behauptet, dass diese Persönlichkeiten auf der Webseite hohe Gewinne in kürzester Zeit erzielt haben.

Die MFSA distanziert sich in der Aussendung entschlossen von dem Unternehmen, welches auf der Webseite ausgibt, ein in Malta angesiedeltes und zertifiziertes Blockchain-Unternehmen zu sein. Ausdrücklich weist die MFSA darauf hin, dass Bitcoin Revolution weder eine in Malta ansässige Gesellschaft ist, noch in irgendeiner Weise von der MFSA zugelassen oder zertifiziert ist.

Man schreibt weiters, dass es sich bei Bitcoin Revolution scheinbar um einen betrügerischen „Get Rich Quick“-Scam handle. Das Unternehmen wirbt mit der Möglichkeit, eine in Kryptowährungen getätigte Einzahlung innerhalb weniger Minuten bereits in ein Vielfaches verwandeln zu können. Darum sollte die Öffentlichkeit auf keinen Fall irgendwelche Transaktionen oder Geschäftstätigkeiten mit Bitcoin Revolution anvisieren.

Missbrauch der anerkannten „Blockchain Island“

Leider zeigt dieser Fall, dass es immer wieder Verbrecher gibt, die mit Scam-Webseiten gutgläubige Kryptowährungs-Fans um ihr Geld bringen wollen. Selbstverständlich sollten bei den überzogenen und reißerischen Versprechen solcher Unternehmen bereits alle Alarmglocken schrillen. Und die wenigsten ließen sich von solchen hohlen Phrasen zu einer Transaktion verleiten.

Bemerkenswert und traurig ist dieser Fall vielmehr aus einem anderen Grund. Die Betrüger wollen die erstklassige Reputation der Blockchain-Island Malta als Heimatinsel erfolgreicher Krypto. und Blockchain-Firmen für sich missbrauchen. Das Unternehmen gibt auf seiner Webseite an, ein mit einer VFA-Lizenz zertifiziertes Blockchain-Unternehmen zu sein. Die Nutzung dieser vermeintlichen Lizenz soll natürlich Vertrauen schaffen, sodass noch mehr Besucher auf die kriminellen Machenschaften des Betreibers hereinfallen.

Entschlossene Reaktion der MFSA

Angesichts dieser bedauernswerten Entwicklung ist die Reaktion der MFSA umso eindeutiger und entschlossener ausgefallen. Mit seiner Aussendung und Warnung zeigt die Aufsichtsbehörde ganz klar, dass man Betrug und verbotene Machenschaften auf der Blockchain Island auf keinen Fall dulden wird.

Darum gibt man am Ende der Aussendung auch eine unmissverständliche Empfehlung ab:

The MFSA strongly advises investors and consumers of financial services that prior to making any investment or entering into any financial services transaction they should make sure that the entity with whom the investment or transaction is being made is authorised to provide such services by the MFSA or another financial services regulatory authority as applicable.”

Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum haben ebenso wie Initial Coin Offerings Ende 2017 einen regelrechten Hype erfahren. Während Blockchain und Digital Assets ein bahnbrechendes Phänomen sind, das viele Branchen für immer transformieren wird, gibt es bei all dem Licht natürlich auch Schatten. Damals wie heute sind es Bad Players wie Bitcoin Revolution, die für Negativschlagzeilen und Verunsicherung in der Szene Sorgen.

Tatsächlich herrschte zu lange ein rechtliches Vakuum rund um Kryptowährungen und Blockchain-Technologie. Genau darum hat die maltesische Regierung als erste Regierung weltweit ein offizielles, rechtliches Rahmenwerk für DLT-Technologie verabschiedet.

Das Bestreben der maltesischen Politik ist es dabei genau, diesen dunklen Machenschaften, der rechtlichen Unsicherheit und betrügerischen Praktiken ein Ende zu setzen. Es geht nicht um kurzfristige Profitgier und das Ausnützen eines Hypes. Ganz im Gegenteil: es geht darum, endlich dieser bahnbrechenden Technologie den Weg zu ebnen, damit innovative und zukunftsweisende Anwendungsfälle in einer Vielzahl von Branchen erforscht und realisiert werden können. Schließlich bietet die Blockchain bei weitem mehr Möglichkeiten als die beliebten und bekannten Kryptowährungs-Exchanges.

Hierfür braucht es eine langfristig angelegte und vertrauenswürdige Kombination aus dem Bemühen von Legislative und offizieller Seite. Die maltesische Regierung hat sich einem langfristigen Vorhaben verschrieben: der Positionierung der sonnigen Mittelmeerinsel als Blockchain Island und der Vision, ein internationaler Hub für Innovation rund um DLT-Technologie zu sein. Natürlich soll dies auch die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts und das Wirtschaftswachstum fördern.

Die Ernsthaftigkeit dieser Bemühungen zeigen sich in vielerlei Maßnahmen. Der maltesische Premier Joseph Muscat nützte die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit bei der UN-Generalversammlung, um auf die Potenziale der Blockchain hinzuweisen. Als Regierung organisiert man Konferenzen wie den Malta Blockchain Summit und auch Veranstaltungen mit Branchenriesen wie Binance. Ebenso allerdings gründet man eine eigene Aufsichtsbehörde für Virtual Financial Assets und setzt Maßnahmen – wie dieser Beitrag beweist – etwa das scharfe Verurteilen und Vorgehen gegen jene Betrüger, die diese Bemühungen durch illegale Praktiken zu zerstören versuchen.

Die klare Botschaft: wer bloß „rasch Geld machen“ will, der hat in Malta nichts verloren. Wer hingegen eine einzigartige Umgebung mit innovationsförderlicher Regierung und kompetenter Aufsichtsbehörde sowie klaren rechtlichen Rahmenbedingungen für sein Blockchain-Unternehmen sucht, der findet in Malta alles, was erforderlich ist (und noch vieles mehr).

IMF und Malta thematisieren Risiken der Blockchain-Technologie

Zu einem seriösen und numachhaltigen Programm gehört auch Aufsicht und Feedback internationaler Organisationen. Im Rahmen des regelmäßigen Dialogs zwischen dem Internationalen Währungsfonds (IWF) und der maltesischen Regierung ging der IWF auch explizit auf mögliche Risiken der Blockchain-Technologie ein. Diese war natürlich zum Thema geworden, weil auch der IWF die Maßnahmen der maltesischen Regierung samt ihrem rechtlichen Rahmenwerk für Blockchain-Technologie aufmerksam beobachtet.

Wie die Times of Malta berichtet, warnte der IWF vor allem davor, dass Blockchain-Technologie die Gefahr von Geldwäsche erhöhe. Darum müsse man strengste Standard bei KYC und AML-Verfahren einhalten. Außerdem sei angesichts der Vielzahl der um Lizenzierung anfragenden Unternehmen und der Vielfalt der von diesen Unternehmen angebotenen Finanzprodukten eine ausreichende Mitarbeiteranzahl der Aufsichtsbehörde sicherzustellen. Seine konkreten Empfehlungen fasste der IWF in einem 50-Punkte-Plan zusammen, der den maltesischen Vertretern übergeben wurde.

In Malta ist man sich dieser Gefahren bewusst und setzt schon seit langem die erforderlichen Maßnahmen, um Geldwäsche und betrügerische Praktiken zu unterbinden. Insbesondere mögliche Probleme mit Geldwäsche nehmen die Behörden hier sehr ernst. Die KYC-Richtlinien sind bereits heute sehr streng und werden natürlich auch bei den Überprüfungen für die Ausstellung einer VFA-Lizenz rigoros kontrolliert.

Diese Bedingungen und Maltas Commitment, zum internationalen Hub für bahnbrechende Technologien wie Blockchain und Künstliche Intelligenz zu werden, machen die sonnige Mittelmeerinsel zum attraktivsten Standort für Blockchain und Krypto-Startups aus aller Welt.

Um den vollen Nutzen der Blockchain Island zu erleben, braucht man noch einen verlässlichen Partner in rechtlichen Fragen. Einen zertifizierten VFA-Agenten, der mit Kryptoservices kompetent unterstützt. Dies machen wir von Dr. Werner & Partner. Erfahren Sie hier alle Details über unsere Beratungsservices rund um Blockchain, Krypto und DLT.

 

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