Firmengründung Malta — Mit einer Limited Steuern sparen

Lohnt sich eine Fir­men­grün­dung auf Mal­ta um Steuern zu sparen? Nach unser­er Auf­fas­sung ist das die falsche Fragestel­lung. Tat­säch­lich ist es so, dass uns im Kan­zleiall­t­ag Unternehmer anrufen, die alleinig die Moti­va­tion haben Steuern zu sparen und deswe­gen nach Mal­ta kom­men möcht­en. Da im Kon­text der Mal­ta Files oder Par­adise Papers zu häu­fig das Bild ein­er Steueroase geze­ich­net wurde, möchte ich mit diesem Blog­beitrag ein Stück Aufk­lärungsar­beit leis­ten. Doch der Rei­he nach: Fakt ist — viele Unternehmen in Mal­ta ziehen einen Nutzen aus der Unternehmensstruk­tur mit ein­er Mal­ta Lim­it­ed, die Ihnen ermöglicht unter Umstän­den Steuern zu sparen. Jeden Tag wer­den wir von Inter­essen­ten kon­tak­tiert, die Ihre Steuer­last mit ein­er Mal­ta Lim­it­ed senken möcht­en. Es gibt aber einige Dinge, die beachtet wer­den müssen, bevor das Unternehmen nach Mal­ta ver­legt wird. Lei­der ist das Unternehmensmod­ell nicht für alle Arten von Unternehmen geeignet. Aus diesem Grund muss man sich vor ein­er Fir­men­grün­dung auf Mal­ta genau über­legen, ob die Mal­ta Lim­it­ed das richtige Vehikel für die Real­isierung der eige­nen Zielset­zung darstellt.

Betriebsstätte des Unternehmens muss nach Malta verlegt werden

Wenn Sie eine Lim­it­ed in Mal­ta grün­den, dann ist es notwendig sämtliche Betrieb­sstät­ten nach Mal­ta zu ver­legen. Die Steuer­erspar­nis wird durch eine Rück­er­stat­tung von 6/7 der Kör­per­schaftss­teuer erre­icht, aber nur, wenn bes­timmte Kri­te­rien erfüllt wer­den. Die Mal­ta Lim­it­ed muss sich im Besitz von aus­ländis­chen Teil­habern oder ein­er Hold­ing Com­pa­ny befind­en und die Betrieb­sstätte in Mal­ta sein. Es ist nicht möglich ein­fach eine Briefkas­ten­fir­ma zu grün­den. Die Frage der Betrieb­sstätte wird ins­beson­dere in für Aktiv­itäten außer­halb Mal­tas rel­e­vant. Wenn Sie beispiel­sweise weit­er­hin Geschäfte in Deutsch­land betreiben, müssen Sie beson­ders auf­passen. Die deutschen Finanzämter prüfen hier sehr genau. Dabei kann die Entschei­dungs­ge­walt bei bes­timmten unternehmerischen Fragestel­lun­gen aus­re­ichen, um in Deutsch­land eine Betrieb­sstätte auszulösen. Die Folge ist jeden­falls eine teil­weise Steuerpflicht in Deutsch­land.

Maltas Gesetze müssen eingehalten werden — besonders bei der Beantragung einer Glücksspiellizenz

Es ist zudem auch wichtig sich an die Geset­ze des Lan­des zu hal­ten. Wenn ein Unternehmen Geschäfte aus­führt, die in Mal­ta als ille­gal gel­ten, dann kön­nen Sie kein Unternehmen in Mal­ta grün­den. Das ist eigentlich eine Selb­stver­ständlichkeit, doch ger­ade im Kon­text von Online Sportwet­ten oder Online Casi­nos erleben wir Aben­teuer­lich­es. Wobei es beson­ders hier für das Lizen­zierungsver­fahren von hoher Bedeu­tung ist, von Anfang an alles richtig zu machen. Ob es eine gute Idee ist, Ihr Unternehmen nach Mal­ta zu ver­legen, kön­nen Sie nach etwas Recherche sehen und fest­stellen, ob die Unternehmensstruk­tur für Ihre Fir­ma geeignet ist. Alter­na­tiv kön­nen Sie auch unsere Kan­zlei in Mal­ta kon­tak­tieren und die Angele­gen­heit mit uns besprechen.

Die Steuerrückerstattung nach Firmengründung in Malta beantragen

Wenn Ihre Lim­it­ed in Mal­ta erst ein­mal ein­gerichtet wurde, dann müssen Sie zuerst 35% Kör­per­schaftss­teuer zahlen. Das ist der all­ge­meine Steuer­satz, den jedes Unternehmen auf Mal­ta entricht­en muss. Ein Unternehmen, welch­es sich in aus­ländis­chem Besitz befind­et kann aber eine Rück­er­stat­tung von 6/7 dieser Steuer beantra­gen und damit eine effek­tive Steuer­last von 5% erre­ichen. Wenn diese Rück­er­stat­tung beantragt wird, ist es wichtig dabei keine Fehler zu machen. Son­st riskiert man eine Ablehnung der Erstat­tung.

Die Kan­zlei von Dr. Wern­er & Part­ner ist auf Fir­men­grün­dun­gen und die Opti­mierung der Unternehmensstruk­turen spezial­isiert. Wenn Sie an einem per­sön­lichem Beratungs­ge­spräch inter­essiert sind, dann kön­nen Sie unser Büro gerne für eine Ter­min­vere­in­barung kon­tak­tieren. Wir haben schon viele Kun­den dabei unter­stützt ihre Steuer­last zu senken und einen erfol­gre­ichen Start mit ihrem Unternehmen in Mal­ta zu haben.

Wichtig: Kontext Malta als Gesamtlösung sehen

Für die Kan­zlei und ihre Part­ner hat es immer stärk­er an Bedeu­tung gewon­nen, die Mal­ta Lösung in all ihren Facetten zu betra­cht­en. Ich habe ein­gangs bere­its erläutert, dass es nicht alleinig um die Reduzierung der Steuer­last gehen sollte. Vielmehr bietet Mal­ta ein attrak­tives Leben­skonzept für inter­na­tion­al aus­gerichtete Unternehmen an. Ich habe schon viele Gespräche mit Unternehmern geführt, die nach Mal­ta ziehen woll­ten. Die Haupt­gründe, die für die Ver­lagerung des Lebens­mit­telpunk­tes nach Mal­ta sprechen, lassen sich wie fol­gt zusam­men­fassen:

  1. Mediter­ranes Kli­ma: Über 300 Son­nen­t­age im Jahr und ein Leben am Meer.
  2. Wach­s­tums­markt Mal­ta: Die Immo­bilien­wirtschaft zeigt den Trend der Insel. Die Preise steigen und Mal­ta legt eine bemerkenswerte Entwick­lung hin.
  3. Inter­na­tion­al aus­gerichtet: Mit den Sicher­heit­en, über die ein EU-Mit­gliedsstaat ver­fügt, ist Mal­ta der opti­male Hafen für Inve­storen. Von hier aus lassen sich viele Geschäfte abwick­eln und opti­mal gestal­ten.

In aller Knap­pheit kon­nte ich hof­fentlich darstellen, warum Mal­ta ein tolles Land für eine Fir­men­grün­dung ist. Neben den steuer­lichen Anreizen ist es vor allem ein einzi­gar­tiges Lebens­ge­fühl, das man hier erre­icht.

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