Blockchain-Technologie vs. DSGVO

Blockchain GDPR

Viele von Ihnen haben wahrscheinlich von der Allgemeinen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) und der Blockchain-Technologie gehört, aber wie passen die zwei zusammen? Lassen sich die beiden miteinander vereinen?

Die Blockchain-Technologie ist eine herausragende Technologie, die als sequenzielle Aufzeichnung von Daten definiert werden kann, die über Computer verteilt und verwaltet werden. Sie wird nicht nur für Kryptowährungen eingesetzt, sondern je nach Anwendungsfall auch in zahlreichen anderen Branchen.

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Was Sie über Security Token Offerings (STOs) in Malta wirklich wissen müssen

Einleitung

Zuerst sei einmal darauf hingewiesen, dass der Begriff Security Token OfferingSTO ein Überbegriff ist und der Versuch, diesen Begriff zu entschlüsseln, manchmal völlig unmöglich sein kann.

STOs geben Ihnen Eigentum oder einen Teil davon an einem Vermögenswert oder an einem Unternehmen. Also was zeichnet einen STO dann eigentlich aus? Der wichtigste Unterschied ist die genutzte Technologie.

Ein STO hat die gleichen Eigenschaften wie ein Initial Public Offering, allerdings die Variationen der MiFID-Instrumente.

Malta hat einen neuen Gesetzesrahmen erlassen, der im Wesentlichen aus drei Gesetzen besteht: dem Malta Digital Innovation Authority Act (der „MDIA“-Act), dem Innovative Technology Arrangement and Services Act (der „ITAS“-Act) und dem Virtual Financial Assets Act (der „VFA“-Act). STOs fallen unter den Investment Services Act (Malta) und die Technologie darin unter den Malta Digital Innovation Authority (MDIA) Act.O

Definition von Security Token Offering (STO)?

STOs sind der ‘Prozess der Anlage von Fonds, die auf der Blockchain das Bruchteilseigentum (fractional ownership) unter anderem an realen Vermögenswerten wie Anleihen, Aktien und Immobilien darstellen, und die auf der DLT-Technologie basieren.‘

Nicht möglich ist hingegen zu definieren, dass sie auf Smart Contracts basieren, und zwar aus diesem Grund: Man kann einen Token für sein eigenes Ökosystem erstellen, was kein Smart Contract ist und trotzdem einem STO ähneln kann. Dies ist vergleichbar mit der Art und Weise, wie traditionelle Anlagen durchgeführt werden. Werden die Papierdokumente durch einen neuen Token ersetzt, benötigen Sie nicht unbedingt einen Smart Contract.

Security-Token befinden sich auf der Blockchain und ermöglichen es dem Besitzer, Geldrechte zu haben. Die Tokenisierung bietet das Eigentum an einem Basiswert und wird daher nicht als Utility-Token betrachtet. Utility-Token können von STOs insofern unterschieden werden, als sie hauptsächlich für den exklusiven Kauf von Waren oder Dienstleistungen auf einer Plattform/einem System verwendet werden.

Warum Malta STO-freundlich ist…

Auf dem Malta Blockchain Summit 2018 sagte der maltesische Premierminister Joseph Muscat, dass Malta „für die Blockchain das Land der Möglichkeiten“ sei. Malta hat versucht, ein robustes kryptofreundliches Rahmenwerk zu schaffen, das in erster Linie Rechtssicherheit und Anlegerschutz gewährleistet. In diesem Zusammenhang hat Malta neue Methoden zur Regulierung der Blockchain (DLT)-Technologie eingeführt.

Bereits im November 2018 verabschiedete das maltesische Parlament hierzu drei sehr wichtige Gesetze und schuf damit das weltweit erste rechtliche Rahmenwerk. Es ist daher nicht verwunderlich, dass die Mittelmeerinsel angesichts der Weitsicht und Initiative Maltas Regierung zu Recht zur „Blockchain Island“ getauft wurde. Malta hat seine eigene Identität und konzentriert sich auf drei zentrale Prinzipien: Marktintegrität, Verbraucherschutz und Branchenschutz.

Daher kann man mit Sicherheit sagen, dass Malta über einen unternehmensfreundlichen Rechtsrahmen verfügt, der den gesamten „Oberbegriff“ der Kryptowährungen und die traditionellen „Finanzinstrumente“ umfasst.

Innerhalb der europäischen Rechtsordnung, in der die Anleger das Ziel des den Token-emittierenden Unternehmens sind, würde der Security-Token in der Regel als Security gelten, wenn er grenzenlos handelbar und damit kapitalmarktfähig ist. In diesem Zusammenhang wäre die EU-Prospekt-Richtlinie (Richtlinie 2003/71/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 4. November 2003 betreffend den Prospekt, der beim öffentlichen Angebot von Wertpapieren oder bei deren Zulassung zum Handel zu veröffentlichen ist, und zur Änderung der Richtlinie 2001/34/EG.) anwendbar.

Das öffentliche Angebot solcher Token in Malta kann erfolgen, wenn ein Wertpapierprospekt (securities prospectus) erstellt und von der MFSA genehmigt wird, der vor dem Angebot veröffentlicht werden muss.

Das Verfahren zur Einführung eines Security-Token-Offerings in Malta sieht vor, dass der Emittent bei der MFSA einen Antrag stellt, und potenzielle Emittenten verpflichtet sind, der zuständigen Behörde Unterlagen zur Genehmigung vorzulegen.

STOs im Hinblick auf das VFA-Gesetz

Malta will mit seiner Initiative eine Führungsrolle übernehmen und als erster einen rechtlichen Schritt in dieser Größenordnung wagen. Die Annahme ist, dass alle anderen Länder früher oder später folgen werden.

Das VFA-Gesetz ist ein innovatives Gesetz, das die Erstausgabe von Virtual Financial Assets regelt und deren Lizenzierungsvoraussetzungen beschreibt. Er trägt die Bezeichnung Virtual Financial Assets Act, 2018. Im Rahmen dieses Gesetzes sind STOs wahrscheinlich Finanzinstrumente, wenn der Finanzinstrument-Test durchgeführt werden muss.

Somit würden STOs derzeit nicht in den Anwendungsbereich des oben genannten Gesetzes fallen und somit (wie bereits angedeutet) den Bestimmungen der traditionellen Regulierung unterliegen.

Die Bedeutung eines Virtual Financial Asset gemäß dem maltesischen Rechtsrahmen wird in einem „negativen Format“ ermittelt. Somit ist ein VFA eine Form der digitalen Aufzeichnung, die WEDER elektronisches Geld, NOCH EIN Finanzinstrument und ODER ein virtueller (reiner Utility) Token ist.

Wertpapierprospekt

Die EU-Prospekt-Richtlinie legt die Verpflichtung fest, beim Angebot des Security-Tokens einen Wertpapierprospekt zu veröffentlichen.

Diese Verpflichtung gilt, wenn das Angebot für die Öffentlichkeit bestimmt ist. Wird es Familie und Freunden oder Investoren angeboten, die bereits eine bestehende Beziehung haben, dann wäre ein Prospekt nicht erforderlich.

Gemäß dem Companies Act (Kapitel 386 der Gesetze von Malta): Für die Öffentlichkeit“ umfasst nicht Wertpapiere, die nur qualifizierten Anlegern zur Verfügung gestellt werden, ein Angebot, das weniger als 150 nicht qualifizierten Anlegern innerhalb der EU und/oder des EWR zur Verfügung gestellt wird, wenn das Mindestangebot mindestens 100.000 EUR pro Angebot beträgt und der Nennwert jeder einzelnen Aktie mindestens 100.000 EUR beträgt, oder nicht innerhalb eines Zeitraums von 12 Monaten, wenn das Angebot von Gesamtpapieren innerhalb der EU und des EWR innerhalb eines Zeitraums von 12 Monaten 5.000.000 € nicht überschreitet oder wenn ein Angebot von Nichtdividendenwerten durch ein Kreditinstitut in der EU und im EWR innerhalb eines Zeitraums von 12 Monaten weniger als 75.000.000 € beträgt.

Wenn man die Zulassung zum Handel auf einem geregelten Markt beantragt, kann man von dieser Verpflichtung befreit werden und würde somit in den Genuss des einheitlichen Passes kommen.

Der Wertpapierprospekt muss alle Informationen enthalten, die es den Anlegern ermöglichen, die Vermögenswerte und deren Verbindlichkeiten, die finanzielle Stabilität, die Perspektiven des Emittenten und die damit verbundenen Rechte zu beurteilen.

Fazit

Im Wesentlichen sind STOs Token auf der Blockchain, die dem Eigentümer solcher STOs bestimmte Rechte einräumen. Dies ist also der wesentliche Unterschied zwischen STOs und Utility-Token. Die EU-Prospektrichtlinie gilt für diese Token, und die Publikation eines Wertpapierprospekts wird hierfür – mit einigen Ausnahmen – als verpflichtend vorgesehen. Aus der Sicht der maltesischen Rechtsprechung verfügt Malta über einen unternehmensfreundlichen Rechtsrahmen und befindet sich in einer europäischen Rechtsprechung.

Innerhalb einer solchen Rechtsordnung, in der die Anleger das Ziel des Token-emittierenden Unternehmens sind, würde der Security-Token in der Regel als Security gelten, wenn er grenzenlos handelbar und damit kapitalmarktfähig ist.

Haftungsausschluss*

Der obige Artikel basiert lediglich auf unabhängigen Recherchen von Dr. Werner und Partner und kann keine Form der Rechtsberatung darstellen. Wenn Sie sich mit einem unserer Vertreter treffen möchten, um weitere Informationen zu erhalten, kontaktieren Sie uns bitte für eine Terminvereinbarung.

 

Zusammenfassung des MFSA-Rundschreibens an VFA Service Provider

Die MFSA hat am 6. September 2019 ein Rundschreiben an die VFA Service Provider veröffentlicht. Das Rundschreiben betrifft die Lizenzbedingungen. VFA Service Provider, die vorübergehend tätig sind, müssten mit dem Genehmigungsantrag spätestens bis zum Ablauf der bereits festgelegten Frist, also bis zum 31. Oktober 2019, beginnen.

Das Rundschreiben gilt für diejenigen, die mit dem Antrag auf Erteilung der Lizenz beginnen wollen, und für diejenigen, die nach Ablauf der Übergangsfrist keine VFA Services mehr erbringen wollen.

Was ist erforderlich?

Der Prozess des Lizenzantrags beginnt mit der Einreichung einer Absichtserklärung.

Sie als Service Provider müssen der MFSA eine Absichtserklärung vorlegen, die Folgendes umfasst:

  • Eine ausführliche Beschreibung der Struktur;
  • VFA- Service(s), für die der Antrag gestellt wird, und vorgeschlagene Personen, die eine Schlüsselposition einnehmen werden, wie z.B. C-Level-Management, Direktoren, MLRO und Compliance Officer; und
  • Ein Rechtsgutachten im Sinne von § 3 Abs. 3, R33.3.2 Vorbereitungsphase des Virtual Financial Assets Rulebook, Kapitel 3. Das Rechtsgutachten muss bestätigen, dass die vorgeschlagenen Tätigkeiten nicht in den Anwendungsbereich der traditionellen Rechtsvorschriften für Finanzdienstleistungen fallen.

Sobald eine solche Absichtserklärung bei der MFSA eingereicht wurde, kann die Behörde ein Einführungsgespräch mit Ihnen als Service Provider und dem ernannten VFA-Agenten vereinbaren. Nach der Durchführung dieser Besprechung besteht eine Frist von 60 Tagen, um das Antragsformular und die erforderlichen Unterlagen einzureichen.

Richtlinien für das Antragsverfahren für zukünftige Antragsteller finden Sie hier.: https://www.mfsa.mt/wp-content/uploads/2019/05/VFAG_VFAServiceProvAppForm_1.001.pdf. Ein solcher Antrag sollte über einen ernannten VFA-Agenten gestellt werden.

Wenn ein Service Provider nicht die Absicht hat, den Antrag auf die Lizenz zu stellen, wird ihm empfohlen, den Betrieb zu beenden und die MFSA vor Ablauf der Frist für die Übergangsfrist zu informieren.

In diesem Fall muss die Benachrichtigung über die Einstellung von Aktivitäten und Betrieb (Discontinuance of Activities and Operations) bestätigen, dass der Service Provider keinen VFA-Service in oder von Malta aus anbietet oder sich als solcher ausgibt. Diese Mitteilung muss auch bestätigen, dass keine Verpflichtungen gegenüber den Kunden bestehen. Nach der Zusammenstellung unterzeichnet der Direktor und sendet sie an die MFSA.

Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung: .

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Der oben genannte Artikel basiert lediglich auf unabhängiger Recherche von Dr. Werner und Partner und kann keine Rechtsberatung darstellen. Wenn Sie sich mit einem unserer Vertreter treffen möchten, um weitere Informationen zu erhalten, kontaktieren Sie uns bitte, um einen Termin zu vereinbaren.

 

Gründe warum “klassische” Banken keine Fintech-Unternehmen annehmen

Einführung

Wie viele von Ihnen vielleicht wissen, ist eine „klassische“ Bank der übliche Finanzdienstleister, der ein ganzes Spektrum an Finanzdienstleistungen anbietet, einschließlich, aber nicht beschränkt auf Filialservices, Geldautomaten, Internet-Banking, die Ausstellung von Kreditkarten und Scheckbüchern, und weitere Dienstleistungen.

Aktuell scheint es, als würden solche Banken keine Fintech-Unternehmen als Kunden annehmen wollen. Aber warum?

Fintech-Unternehmen, die in dieser Branche immer beliebter werden, haben aufgrund ihrer Unternehmenstätigkeit Schwierigkeiten, ein Handels- oder Bankkonto zu eröffnen. Die Banken scheinen einen unzeitgemäßen Ansatz zu verfolgen und lehnen im Allgemeinen Anträge von Unternehmen ab, die mit Blockchain- oder DLT-Aktivitäten verbunden sind.

Unternehmen und Vermittler stehen nun vor der Situation, dass sie außerhalb Maltas nach anderen Lösungen suchen müssen oder andere Institutionen anstelle der klassischen Banken suchen. Andere Institute scheinen sich vom traditionellen Ansatz abzuwenden, aber die Banken zeigen ihre mangelnde Bereitschaft, sich diesem wachsenden Markt zu widmen. Man muss sich fragen, ob dieser Widerstand der Banken anhalten wird.

Blockchain-Betreiber vs. Kryptowährungs-Betreiber

Eine Kryptowährung ist eine Plattform für digitale Währungen, während eine Blockchain ein Medium ist, auf dem Informationen gespeichert und aufgezeichnet werden und das auch Transaktionsdaten enthält. Während eine Kryptowährung ein Werkzeug ist, ist eine Blockchain das Netzwerk, in dem eine Transaktion in Kraft treten kann.

Zwischen Blockchain-Betreibern und Kryptowährungs-Betreibern ist eine Unterscheidung zu treffen, die auch Banken in Betracht ziehen müssen. Allerdings unterscheiden die Banken noch immer nicht zwischen Kryptowährung und Blockchain.

Leider ist es so, dass Banken keine solche Unterscheidung treffen, wenn ein Fintech-Unternehmen versucht, ein Bankkonto zu eröffnen. Die Banken betrachten beide Betreiber als Teil desselben Geschäftsbereichs. Dieser Geschäftsbereich wird im Vergleich zu anderen Segmenten als risikoreich bezeichnet.

Nach Ansicht des Autors wäre der Ansatz der Bank anders gewesen, wenn es nur Blockchain-Betreiber gewesen wären, die ein Bankkonto eröffnen wollten, aber seit der Einführung von Kryptowährungen war das Risiko höher. Der Grund dafür kann sein, dass Banken Kryptowährungen als volatil ansehen. Aus diesem Grund sollten den Banken offizielle Richtlinien zur Verfügung gestellt werden, damit sie den Unterschied zwischen den Betreibern verstehen und dieses Geschäftsfeld besser begreifen können.

Die maltesischen Behörden scheinen Schwierigkeiten zu haben, den Banken Leitlinien zur Verfügung zu stellen, so dass sich die Banken möglicherweise nicht wohl dabei fühlen, ihren Ansatz zu ändern. Ein guter Rahmen sollte mehr Komfort bieten, da viele dieser Betreiber, die in Malta eine Lizenz erhalten wollen, bereits von Behörden einer strengen Überprüfung unterzogen wurden.

Ein Fintech-Unternehmen eröffnet ein Geschäftskonto?

Jedes Unternehmen, das seine Geschäftstätigkeit in Malta ausübt, muss über ein Bankkonto verfügen. Fintech-Unternehmen stehen im Einklang mit anderen „traditionellen“ Unternehmen, da das Verfahren für alle Unternehmen das gleiche ist.

Früher warteten die Banken auf das Feedback der MFSA, aber jetzt werden diese Kunden noch immer nicht von den Banken betreut. Dutzende von Unternehmen, die sich mit Blockchain und Kryptowährung beschäftigen, entscheiden sich für Malta, weil die Regierung sich bemüht hat, in diesem Sektor eine Spitzenposition einzunehmen – aber sie stoßen auf Widerstand, wenn sie versuchen, Bankkonten zu eröffnen.

Banken könnten sich vielleicht besser damit abfinden, Fintech-Unternehmen in ihre Risikobereitschaft einzubeziehen, wenn Lizenzen vergeben werden.

Gründe!

Fintech-Unternehmen sind heutzutage beliebter, aber das Szenario der Zusammenarbeit von Fintech-Unternehmen und Banken scheint nicht im Einklang zu sein. Tatsächlich gibt es derzeit keine einzige klassische Bank in Malta, die besonders willens wirkt, mit Fintech Companies zusammenzuarbeiten. Wenn ein VFA-Kunde an sie herantritt, lehnen die Banken solche Kunden höflich ab, indem sie sagen, dass sie außerhalb ihrer Risikobereitschaft liegen.

Der wichtigste Grund, warum Banken Blockchain/DLT-Unternehmen nicht akzeptieren, ist, dass sie solche Unternehmen als Unternehmen mit hohem Risiko betrachten. Daher betrachten die meisten der klassischen Banken diese Unternehmen aufgrund von Vorbehalten und Unsicherheiten darüber, wer das Geld vielleicht überweist, als außerhalb ihrer Risikobereitschaft liegend.

Derzeit weisen Banken Vermittler und potenzielle Kunden darauf hin, dass sie, wenn eine Blockchain/DLT Unternehmen an sie herantritt, sie dieses nicht als ihre Kunden akzeptieren werden. Banken haben das Gefühl, dass es keine Struktur oder Rahmenwerk gibt, die diesen Bereich reguliert, und deshalb wäre es „zu riskant“ für sie, solche Kunden anzunehmen.

Außerdem scheinen Banken Probleme im Umgang mit Blockchain/DLT-Unternehmen zu haben, da ihnen keine offiziellen Richtlinien angeboten werden, wie sie diese Kunden in ihre Risikobereitschaft einbeziehen können, und aus diesem Grund denken Banken erst gar nicht daran, Blockchain/ DLT-Unternehmen zu unterstützen.

Ein weiterer Grund dafür ist der nicht offensichtliche Geldfluss, so dass die Banken nicht in der Lage wären, ihn zu kontrollieren. Dies kann als Bedrohung für die Compliance der Bank angesehen werden. Die Einhaltung der Sorgfaltspflicht wird kostspieliger, wenn komplexere Transaktionen verarbeitet werden. Das Wachstum und die Etablierung eines Systems, das den regulatorischen Compliance-Anforderungen entspricht, ist eine sehr wichtige Aufgabe für Banken.

Ein Compliance-System ist eine Maßnahme, die die Solidität und Eignung eines Instituts gewährleistet. Im gesamten Bankensektor werden immer strengere Kontrollen durchgeführt, und Fintech-Unternehmen werden als Bedrohung für das Regulierungssystem angesehen.

Die Banken sind sich bewusst, dass die Überwachung des Fintech-Sektors einen erheblichen Aufwand an Ressourcen, Fachwissen und Wissen erfordern würde. Dies würde sicherlich zusätzliche Herausforderungen für die Bank mit sich bringen, aber werden sie diese Herausforderung annehmen?

 

Bankkonto für ein Blockchain-Unternehmen

Einführung

Viele von Ihnen haben vielleicht schon von den aktuellen Schwierigkeiten gehört, mit denen Unternehmen konfrontiert sind, die sich mit Blockchain und Kryptowährungen befassen, wenn sie versuchen, ein Bankkonto zu eröffnen. Die meisten unserer Kunden fragen, ob der Prozess noch derselbe ist und was die Hauptanforderungen sind, um letztendlich ein operatives Bankkonto zu haben. Wenn Sie ein Unternehmen haben, das sich mit Blockchain oder Kryptowährungen beschäftigt, benötigen Sie einen Bank Introducer. Der Umfang dieser Vorstellung ist es, den Kunden zu unterstützen, indem er einen möglichen Bankpartner vermittelt, der in der Lage sein wird, die Geschäftssparte seines Unternehmens zu unterhalten.

DWP hat sich bereit erklärt, einen möglichen Bankpartner an den Kunden zu verweisen, der innerhalb der Branche tätig ist und Interesse an der Annahme von kryptographischen Asset-bezogenen Business Cases bekundet hat. DWP stellt sicher, dass dieser Bankpartner über eine entsprechende Lizenz verfügt, um diese Dienstleistung für den Kunden zu erbringen.

Zunächst einmal müssen wir zwischen PSPs und Banken unterscheiden. Payment Service Providers (PSPs) bieten die Möglichkeit einer Wallet, um die Gelder in dieser Wallet bezahlen und erhalten zu können. Es handelt sich um einen Online-Service, der die gleiche Sorgfaltspflicht erfordert wie eine Bank und die gleichen Verfahren anwendet. Allerdings sind PSPs in der Regel offener für diesen Bereich. Auf der anderen Seite ist eine Bank ein Finanzinstitut, das die Rolle der Einlagen und Kredite über ein physisches Bankkonto ausübt. Sie bietet auch klassische Bankdienstleistungen wie Bank-/Kreditkarten, Geldautomaten, Scheckbücher, Überweisungen, Devisendienstleistungen, Kontokorrentkredite und Kredite.

Erste Schritte zur Eröffnung eines Bankkontos

Der Prozess der Kontoeröffnung kann ca. 3-4 Monate dauern. Der Prozess zur Vorstellung einer Bank in unserem Unternehmen beginnt mit dem internen On-Boarding-Prozess, der im Durchschnitt 1-2 Wochen dauern kann, abhängig von der Reaktionsfähigkeit des Kunden.

Während dieses Prozesses wird eine Due Diligence der Beteiligungen des Unternehmens durchgeführt. In dieser Phase soll der Geschäftszweig eines Unternehmens festgelegt werden, um festzustellen, ob es sich bei dem Unternehmen um Blockchain und/oder Kryptowährungen handelt.

Warum ist das wichtig? Wie viele von Ihnen vielleicht wissen, sind es nur wenige Banken, die solche Sparten in ihren Risikoparametern betrachten, und so berücksichtigen wir verschiedene Arten von Instituten, um das Ziel des Kunden zu erreichen, nämlich ein Konto bei einem Finanzinstitut zu eröffnen.

Im Rahmen des internen Prozesses wird eine Sorgfaltspflicht gegenüber den beteiligten Personen wie Direktoren, Aktionären und dem Unternehmenssekretär durchgeführt, wobei die Unterlagen in Übereinstimmung mit den FIAU-Umsetzungsverfahren und den internen Richtlinien und Verfahren angefordert werden. Diese Dokumente werden auch vom Banking Facility Manager der DWP verwendet, um den Prozess der Eröffnung eines Bankkontos einzuleiten.

Sobald das interne On-Boarding geklärt ist, wäre der nächste Schritt die Gründung der Gesellschaft, die als Gesellschaft gegründet werden muss und auch als in Malta ansässige Steuerschuldnerin betrachtet werden muss.

Es ist wichtig zu beachten, dass das Unternehmen vor der Eröffnung eines Bankkontos keine Lizenz benötigt.

Ein Bankkonto für eine Blockchain-Firma ist kein Kinderspiel. Man müsste verschiedene Banken und PSPs untersuchen, um zu sehen, welche die am besten geeigneten für den jeweiligen Kunden sind. Die Bank müsste die Geschäftsfelder der Gesellschaft klar verstehen, weshalb es von größter Bedeutung ist, verschiedene Szenarien zu untersuchen, bevor man sich an eine bestimmte Bank oder PSP wendet.

Auf was Banken wirklich schauen

Jede Bank und PSP ist anders, aber einige Anforderungen sind üblich.

Gerichtsbarkeit: Neben dem Geschäftszweig eines Unternehmens sind die Institute an den jeweiligen Gerichtsbarkeiten interessiert. Sie mögen denken, dass jede Gerichtsbarkeit akzeptabel sein könnte, aber die Bank kann einige Gerichtsbarkeiten als hohes Risiko betrachten. Aus diesem Grund wird sich die Bank nach den Kunden und Lieferanten eines Unternehmens erkunden, auch wenn sie noch als potenzielle Kunden zu betrachten sind.

Kapitalfluss: Sie fragen sich vielleicht, warum das so wichtig ist. Nun, die Bank wird die Eröffnung eines Bankkontos nur dann in Betracht ziehen, wenn sie überzeugt genug ist, dass das Unternehmen nicht zwielichtig ist. In diesem Zusammenhang müssten sie den Kapitalfluss des Unternehmens bestimmen, d.h. woher das Unternehmen Mittel erhalten soll und wohin diese übertragen werden sollen.  Diese werden auch als die Zu- und Abflüsse von Mitteln bezeichnet, die klar und transparent sein müssen.

Substanz: Eine weitere Sache, nach der die Banken bei der Aufnahme eines neuen Kunden suchen, ist die Substanz in Malta. Bestimmte Banken halten einen Sitz und den Wohnsitz des Direktors und/oder des letztendlichen wirtschaftlichen Eigentümers in Malta für ausreichend. Doch die meisten Institutionen verlangen mehr.

Es gibt Banken, die für eine Bankkontoeröffnung ein eigenes Büro hier in Malta und auch Mitarbeiter in diesem eigenen Büro verlangen würden. Die Realität ist, dass umso mehr Substanz das Unternehmen hat, desto wahrscheinlicher ist es, als Kunde akzeptiert zu werden. Die Banken werden berücksichtigen, dass ein Unternehmen mit viel Substanz in Malta bereits von den maltesischen Behörden geprüft worden wäre, und das ist ein Pluspunkt.

Wirtschaftlicher Eigentümer: Die Institute suchen auch nach detaillierten Informationen über den wirtschaftlichen Eigentümer (natürliche Person, die 25%+1 der Aktien der Gesellschaft hält). Es ist wichtig, dass ein wirtschaftlicher Eigentümer eines Unternehmens, dessen Handelsaktivitäten in Bezug auf Blockchain stehen, über relevante Erfahrungen in Bezug auf die Branche verfügt. In diesem Zusammenhang sind die Institute an dem Bildungsgrad und der Erfahrung des wirtschaftlich Berechtigten interessiert.

Vermögensquelle & Mittelherkunft: Auch der Vermögensquelle und der Mittelherkunft wird Bedeutung beigemessen. Im Hinblick auf die Vermögensquelle verlangen die Institute eine Angabe des Gesamtvermögens mittels einer Vermögensdeklaration. Die Banken sind auch daran interessiert, wie der Nettowert dieser Person generiert wurde.

Auch in Bezug auf die Mittelherkunft sind die Institute an der ersten Transaktion interessiert, die nach der Eröffnung auf dem Konto eingegangen ist oder wie der Kunde die Investition in das Unternehmen begonnen hat. Die Banken müssen wissen, wie das Aktienkapital erwirtschaftet wurde, da es sich um einen erheblichen Betrag handelt, und es muss ein Nachweis erbracht werden.

Outsourcing: Die Banken sind auch daran interessiert, welcher Teil des Produkts oder der Dienstleistung ausgelagert wird. Sie werden auch Vereinbarungen mit Dritten verlangen, auch wenn diese noch nicht verfügbar sind, sie werden die Vertragsentwürfe verlangen.

Marketing: Einige Banken gehen vielleicht auch weiter ins Detail und sind daran interessiert zu erfahren, wie die Dienstleistung/das Produkt des Unternehmens beworben werden soll und welches Marketinginstrument eingesetzt werden soll. Sie wollen den Erfahrungsstand der Werbetreibenden ermitteln und auch wissen, ob das Marketingteam auch mit dem Geschäftsfeld des Unternehmens vertraut ist.

Fazit

Der maltesische Bankensektor ist sich der Risikominderung im Umgang mit neuen Technologien sehr bewusst. Derzeit müssen Unternehmen, die mit Blockchain und Kryptowährungen zu tun haben, kämpfen, wenn sie versuchen, ein Bankkonto zu eröffnen. Es ist allerdings nicht unmöglich, dies zu schaffen. DWP ist bestrebt, seine Kunden durch die Vermittlung möglicher Bankpartner zu unterstützen, die in der Lage sind, die Branche eines Unternehmens zu akzeptieren, auch wenn es um Blockchain und Kryptowährungen geht.

Haftungsausschluss*

Der oben genannte Artikel basiert lediglich auf unabhängigen Untersuchungen von Dr. Werner und Partner und kann keine Rechtsberatung darstellen. Wenn Sie sich mit einem unserer Vertreter treffen möchten, um weitere Informationen zu erhalten, kontaktieren Sie uns bitte für eine Terminvereinbarung.

Fragen und Antworten zum Antrag auf Erteilung einer Lizenz als Service Provider

Malta hat einen progressiven Ansatz für Distributed Ledger-Technologien und Kryptowährungen entwickelt, so dass wir jetzt über einen regulierten Rahmen verfügen. Das VFA-Gesetz (genauer Titel: The Virtual Financial Assets Act, 2018) ist ein innovatives Gesetz, das die Erstausgabe virtueller Finanzanlagen regelt und deren Lizenzbedingungen beschreibt.

Wenn Sie nun ein Dienstleister sind, haben Sie möglicherweise noch offene Fragen oder Schwierigkeiten, einen solchen Rahmen zu verstehen. Aus diesem Grund finden Sie hier einige Antworten, die Sie bei der Beantragung der Lizenz nützlich finden könnten.

Gibt es wesentliche Unterschiede zwischen DLT und VFA?

Nach dem VFA-Gesetz 2018 ist ein virtuelles Finanzinstrument (Virtual Financial Asset, VFA) eine „Form der digitalen Medienaufzeichnung, die als digitales Tauschmittel genutzt wird„. Die Bedeutung eines virtuellen finanziellen Vermögenswertes gemäß dem maltesischen Rechtsrahmen wird in einer „negativen Definition“ ermittelt. Somit ist ein VFA eine Form der digitalen Aufzeichnung, die KEIN elektronisches Geld, KEIN Finanzinstrument und weder ein virtuelles (Pure Utility) Token ist. Auf der anderen Seite bezieht sich eine Distributed Ledger Technology (DLT) auf ein Datenbanksystem, bei dem die Informationen über ein Netzwerk von mehreren Knoten (Nodes) dokumentiert, geteilt und harmonisiert werden. Vor dem Anbieten eines VFA-Service ist der Lizenznehmer verpflichtet, durch Durchführung des Finanzinstrument-Tests festzustellen, ob das DLT-Vermögen als VFA einzustufen ist.

Wie kann man feststellen, ob ein Asset ein VFA ist?

Bevor ein VFA-Service angeboten wird, muss durch den Financial Instrument Test festgestellt werden, ob die DLT-Assets als VFA einzustufen sind. Dieser Test muss von den Administratoren unterzeichnet und vom Compliance Officer bestätigt werden. Im Zweifelsfall sollte ein externes Rechtsgutachten eingeholt werden. Der Test wird feststellen, ob das DLT-Asset unter die Definition eines VFA fällt.

Gibt es Genehmigungspflichten nach dem Gesetz?

Personen, die einen VFA-Service anbieten möchten, müssen bei der MFSA (zuständige Behörde) eine VFA-Services-Lizenz beantragen. Diese Person muss für diese Zwecke einen VFA-Agenten ernennen.

Sind alle Lizenzen gleich?

VFAA Class 1Lizenznehmer, der berechtigt ist, Aufträge entgegenzunehmen und zu übermitteln und/oder Anlageberatung in Bezug auf einen oder mehrere VFA und/oder die Platzierung von VFA zu erteilen.nicht berechtigt, Vermögenswerte oder Gelder von Kunden zu halten oder zu kontrollieren.
VFAA Class 2Lizenznehmer, der zur Erbringung von VFA-Services berechtigt ist; darf das Vermögen oder Geld des Kunden im Zusammenhang mit der Erbringung der VFA-Services halten oder kontrollieren.Nicht berechtigt, einen VFA-Exchange zu betreiben oder auf eigene Rechnung zu handeln.
VFAA Class 3Lizenznehmer, der zur Erbringung von VFA- Services berechtigt ist; darf das Vermögen oder Geld des Kunden im Zusammenhang mit der Erbringung eines VFA- Service halten oder kontrollieren.Nicht berechtigt, einen VFA-Exchange zu betreiben.
VFAA Class 4Lizenznehmer, die zur Erbringung von VFA- Services berechtigt sind; können das Vermögen oder Geld des Kunden im Zusammenhang mit der Erbringung einer VFA-Dienstleistung halten oder kontrollieren.

Was ist bei der Beantragung der Lizenz als Service Provider zu beachten?

Die MFSA berücksichtigt bei der Erteilung einer Lizenz Folgendes:

  • Anlegerschutz
  • Schutz des Rufs Maltas
  • Förderung von Innovation, Wettbewerb und Wahlmöglichkeiten
  • Reputation und Eignung des Antragstellers und seiner verbundenen Parteien.
  • Der Antragssteller muss eine geeignete Person sein.
  • Der Antragsteller muss alle Anforderungen des Gesetzes, der Regeln und der VFA-Verordnung erfüllen.

Kann es einen Passporting for Service Providers innerhalb der EU geben?

Ein Lizenznehmer, der ein Europäisches Recht ausüben möchte, teilt der MFSA seine Absicht schriftlich mit, bevor er einen VFA-Service in einem anderen Mitgliedstaat erbringt oder sich als solcher ausgibt. Zu diesem Zweck ist der Lizenznehmer verpflichtet, eine interne Bewertung (einschließlich eines Rechtsgutachtens eines Anwalts eines anderen Mitgliedstaats) durchzuführen, um festzustellen, ob die Rechtsvorschriften des Mitgliedstaats die Erbringung solcher Dienstleistungen zulassen.

Gibt es Kapitalanforderungen?

Anfangskapitalanforderungen für die jeweilige Klasse von VFA-Dienstleistern:

VFA Service LicenceMindestkapitalanforderung (EUR)
Class 1(i)50,000ODER
(ii)25,000 and PII
Class 2125,000
Class 3730,000
Class 4730,000

Ist das Schaffen von Substanz in Malta eine Voraussetzung?

Der Antragsteller muss in Malta niedergelassen sein. Eine Person oder Holding, die einen VFA-Service in oder von Malta aus erbringt, muss im Besitz einer gültigen, von der zuständigen Behörde ausgestellten Lizenz sein, andernfalls wäre es ein Verstoß gegen das Gesetz.

Ist die Prüfung auf Eignung und Tauglichkeit eine Voraussetzung?

Der Antragsteller hat dem VFA-Agenten alle Informationen zur Verfügung zu stellen, die er benötigt, damit der VFA-Agent die Prüfung auf Eignung und Tauglichkeit an dem Antragsteller durchführen kann. Die Beweislast für die Tauglichkeit und Ordnungsmäßigkeit des Antragstellers liegt beim Antragsteller und seinem VFA-Agenten. Die Prüfung auf Eignung und Tauglichkeit gilt für den qualifizierten Inhaber des Antragstellers, den wirtschaftlichen Eigentümer, den Verwaltungsrat, den Senior Manager, MLRO, den Compliance Officer, den Risikomanager und jede andere Person, die das VFA-Geschäft des Antragstellers effektiv leitet. Die Fitness und Einsatzfähigkeit muss jederzeit gewährleistet sein, auch auf laufender Basis nach der Lizenz.

Benötige ich einen System-Auditor?

Wenn der Antragsteller über ein ITA (Innovative Technology Arrangement) verfügt, muss er einen System Auditor mittels einer Auftragsbestätigung in der in der Geschäftsordnung festgelegten Form ernennen, die von der MFSA genehmigt werden muss. Der Systemauditor, ist für die Überprüfung und Auditierung des ITA des Antragstellers verantwortlich.  Der System-Auditor muss einen Auditbericht über das ITA erstellen, der an die MFSA weitergegeben wird. Die MFSA kann den Antragsteller auch verpflichten, jederzeit nach Erteilung der Lizenz einen System Auditor einzusetzen.

Was müssen Lizenznehmer bei der vorübergehenden Bereitstellung tun?

  • Muss das RuleBook nach bestem Wissen und Gewissen einhalten.
  • Beauftragung der Dienste des VFA-Agenten
  • Nachweis gegenüber der MFSA, dass sie die Prüfung auf Eignung und Tauglichkeit des VFA-Agenten erfolgreich bestanden hat.
  • Nachweis gegenüber der MFSA, dass sie über geeignete Systeme zur Erfüllung der AML/CFT-Anforderungen verfügt.
  • Innerhalb von 12 Monaten nach Inkrafttreten des VFAA (d.h. 1. November 2018), um bei der MFSA eine Lizenz im Sinne von Art. 14 zu beantragen.

Wichtige Dinge, die Sie wissen müssen, um die Blockchain und ihr disruptives Potenzial besser zu verstehen

Lassen Sie uns zunächst die Entwicklung des Internets mit der Entwicklung der Blockchain vergleichen, um das gesamte Konzept der Blockchain zu verstehen. Dies hilft uns auch besser einzuschätzen, wie sich die Welt im Zeitalter der Digitalisierung verändern wird. Hier ist alles, was Sie darüber wissen müssen.

Das Internet, so wie wir es alle kennen und schätzen, wurde erstmals 1994 eingeführt. Damals standen die Menschen dieser Entwicklung äußerst skeptisch gegenüber. Sie glaubten nicht an dieses System, aber die Zeit bewies das Gegenteil. Mit der Entwicklung und massenhaften Verbreitung von Personal Computern änderte sich diese zunächst negative Einschätzung rasch. Heute scheint jeder von uns das Internet zu nutzen und Wege und Mittel zu finden, wie man es noch effizienter einsetzen kann.

Eine ähnliche Entwicklung können wir auch jetzt beobachten. So gesehen haben wir uns heute vom Internet-Zeitalter verabschiedet und sind nun in das Blockchain-Zeitalter eingetreten. Es ist diese Technologie, auf die aktuell viele Menschen sehr zynisch reagieren.

Lassen Sie mich erklären, was die Blockchain ist und wie sie unser Leben wirklich verändern kann.

Die ursprüngliche Idee der Blockchain wurde 2008 erstmals von einem gewissen Satoshi Nakomoto vorgestellt. Ob Satoshi Nakomoto eine reale Person oder eine Gruppe von Personen ist, ist bis heute nicht geklärt.

Die Idee begann mit dem Drang, ein Blockchain-basiertes System zu haben, das als Distributed Ledger Technology [wie ein Public Ledger] dient. Dieser Ledger bzw. dieses Register sollte die Transaktionen einer Kryptowährung erfassen [zunächst war die Idee speziell auf Bitcoin zugeschnitten].

Diese Erfindung führte rasch zur Entstehung eigener Begriffe und einem Fachjargon rund um Blockchain.  Dieser speziell um die Blockchain konzipierte Fachjargon ließ ein ganz neues „Ökosystem“ entstehen. Kryptographische Währungen wurden als Lösung für das weltweite Problem der Doppelausgaben („Double-Spending Problem„) gefeiert und vermarktet; und all dies konnte ohne die Notwendigkeit eines Intermediärs erreicht werden.

 

Als die Blockchain erfunden wurde, befand sich die Welt mitten in einer Finanzkrise, die wir rückblickend als globale Finanzkrise bezeichnen. Viele Ökonomen halten diese Krise für die schlimmste seit dem Jahre 1930. Es ist nicht bewiesen, dass die Blockchain-Technologie parallel zur globalen Finanzkrise entwickelt wurde, vielmehr wurde sie speziell im Zuge der Kreditkrise entwickelt. War es jedoch ein Zufall, dass diese revolutionäre Technologie ausgerechnet während einer Finanzkrise erfunden wurde? Wie Sie vielleicht bereits vermuten, bleibt auch diese Frage unbeantwortet.

Definition und Erklärung der Blockchain-Technologie – 3 Dinge, die Sie wissen müssen.

1.      Definition der Blockchain

Der Blockchain-Begriff mag sehr komplex klingen, kann aber auch als eine Form der Distributed Ledger Technology definiert werden, welche die Weiterentwicklung vieler Branchen und nicht nur der Finanzindustrie mit sich bringt [tatsächlich wurde die Blockchain-Technologie bereits in Banken und Regierungseinrichtungen eingeführt].

Vereinfacht ausgedrückt kann man sie auch als eine Kette von Blöcken bezeichnen, die Informationen umfasst.

2. Umfang

Ursprünglich war es das Ziel, einen Distributed Ledger (verteiltes Register) zu schaffen, der die Manipulation von Informationen verhindern sollte. Dabei werden autonome Punkte in Netzwerken („Nodes“) verwendet, an denen es zu elektronischer Interaktion kommen kann (World Bank, 2018).

3. Blöcke und Ketten

Jeder Block in der Kette enthält Daten, einen Hash und einen Hash des vorangehenden Blocks. Ein Hash kann als Block und dessen Daten definiert werden (Anon, 2018). Sobald ein Block erstellt ist, wird ein Hash berechnet. Jeder Block verweist auf einen vorhergehenden Block. Durch diese Verkettung von Blöcken kommt es zu einer sicheren Blockchain, wobei jeder Block von jedem Knoten (Node) des Netzwerks verifiziert wird, der dann zur Blockchain jedes Teilnehmers des Blockchain-Netzwerks hinzugefügt wird. Dadurch entsteht ein Konsens [daher der allgegenwärtige Begriff: Konsensmechanismus].

Was sind die Vorteile der Blockchain-Technologie?

Eine Blockchain kann überall gehostet werden, und ihre Entwicklung geht so weit, dass sie heute bereits für medizinische Aufzeichnungen, die Erhebung von Steuern und die Identitätsprüfung verwendet werden kann.

Lassen Sie mich dies erklären. Die Blockchain-Technologie eignet sich vor allem für den Schutz von gespeicherten Informationen, da „eine Änderung in einem einzigen Block alle folgenden Blöcke ungültig macht“ (Pezlogic, 2018).

Sobald ein Block erstellt ist, wird sein Hash berechnet und jegliche Änderung der Informationen in diesem Block würde die Änderung des Hashes erforderlich machen. Das bedeutet, dass im zuvor genannten Fall der Identifizierung die Personen wissen, dass ihre Daten sicher und angemessen geschützt sind.

Wenn es zu Manipulationen der Informationen eines einzigen Blocks kommt, müsste es zu einer Neuberechnung des Proof-of-Work jedes Blocks kommen. Dadurch werden Cyberangriffe, Diebstahl und Änderungen effektiv reduziert und den Benutzern die volle Kontrolle darüber gegeben.

Die Blockchain-Technologie ist deswegen von Vorteil, weil sie ein System darstellt, das im Gegensatz zu derzeitigen zentralisierten traditionellen Systemen weniger wahrscheinlich gehackt wird. Tatsächlich ist die Blockchain-Technologie dezentralisiert, so dass die Verwaltung und Kontrolle des Netzwerks nicht einer zentralen Behörde oder Instanz überlassen wird.

In diesem Zusammenhang liegen die Vorteile der Blockchain vor allem in der Vertrauensbildung, den Sicherheitsmechanismen für die Übertragung von Werten, der Effizienz bei der Restrukturierung von Geschäftsprozessen sowie der erhöhten Überprüfbarkeit und Transparenz.

Werden alle Bereiche unseres Lebens digitalisiert?

Die Tatsache, dass die Blockchain-Technologie als Teil der Digitalisierungs-Welle zu verstehen ist, kann auch als Nachteil aufgefasst werden.

Wie Sie vielleicht wissen wurde das allererste Passdokument in Großbritannien durch den „Safe Conducts Act of 1414“ ausgestellt. Seither haben sich die Menschen an das traditionelle Papierwerk gewöhnt. Daher wird es einige Zeit brauchen, bis sich die Menschen vom traditionellen System verabschiedet haben und ein vollständiger Übergang zu einem digitalen System erfolgen kann.

Als das Mobiltelefon erfunden worden war, war einer der nächsten Meilensteine das erste eigentliche Telefonat, das mit einem tragbaren Gerät durchgeführt wurde. Wir sind nun in eine technologisch fortschrittlichere Welt unterwegs, aber wir sind noch nicht in einer vollständig digitalen Welt angekommen.

Die Blockchain-Technologie fußt auf anderen Errungenschaften und modernen Technologien. Im Jahr 2012 versuchten viele, neue Einsatzmöglichkeiten für die Blockchain zu finden, die über die üblichen Transfers von Krypto-Währungen hinausgehen. Die Blockchain-Technologie kann Teil der Digitalisierung unserer Welt sein. Wer kann schon abschätzen, wie die Welt im Jahr 2050 aussehen wird?

Fazit

Blockchain-Systeme erfreuen sich aufgrund ihrer nützlichen Eigenschaften immer größerer Beliebtheit.

Weltweit werden unterschiedliche Blockchains in einer Vielzahl von Anwendungsfällen eingesetzt. Die Blockchain-Technologie bewirkt den notwendigen Wandel und hat das Potenzial, Vertrauensbrüche zu reduzieren.

Die Blockchain ermöglicht eine unabhängige Überprüfung von Transaktionen und beweist somit ihre Eignung als rechenschaftspflichtiges und auditierbares System.

Zudem basiert die Blockchain-Technologie auf Vertrauen und Konsens. Damit gesellschaftlich die Vision einer vollständig digitalen Identität verwirklicht werden kann, müssen die Menschen jedoch noch besser über die Risiken [sofern vorhanden] und Vorteile des Imports von immer mehr Daten auf digitale Plattformen informiert werden.

Nach Ansicht des Autors wäre diese Technologie in der Lage, die Kontrolle über unkontrollierbare Situationen zu übernehmen. Doch vieles wird sich erst weisen und noch wird viel spekuliert.

Haftungsausschluss*

Der obige Artikel basiert lediglich auf unabhängigen Recherchen von Dr. Werner und Partner und kann keine Form der Rechtsberatung darstellen. Wenn Sie sich mit einem unserer Vertreter treffen möchten, um weitere Informationen zu erhalten, kontaktieren Sie uns bitte für eine Terminvereinbarung.