Malta bringt Uniabschluss auf die Blockchain & Vorbereitung Blockchain und AI Summit

Der Mal­ta Blockchain Sum­mit kommt zurück! Am 24. und 25. Mai blickt die Blockchain-Welt ges­pan­nt auf die son­nige Mit­telmeerin­sel Mal­ta, wo sich die größten Namen und Autoritäten der Blockchain- und Kryp­tow­elt ver­sam­meln und über die Zukun­ft dieser zukun­ftsweisende Branche disku­tieren wer­den.

Mal­ta ist jedoch nicht nur als Blockchain Island bekan­nt. Man hat auch Schlagzeilen gemacht, als die Regierung ihren Plan ankündigte, den weltweit ersten Geset­zes­rah­men für kün­stliche Intel­li­genz (KI) zu entwick­eln. Während andere Län­der die Zukun­ft der Tech­nolo­gie nur langsam und zöger­lich ange­hen, ergreift Mal­ta mutig die Ini­tia­tive und drängt auf rechtliche Inno­va­tion und Klarheit, die Unternehmen benöti­gen, um ihre ver­schiede­nen Proofs-of-Con­cept zu entwick­eln.

Fortsetzung nach Erfolg des Malta Blockchain Summit 2018

Bere­its der vor­jährige Blockchain Sum­mit in 2018 war ein riesiger Erfolg. Damals schaffte man es, mehr als 5000 Start-up-Grün­der und Blockchain-Begeis­terte aus aller Welt auf die Blockchain Island Mal­ta zu brin­gen.

Der erste Mal­ta Blockchain Sum­mit begann am 1. und 2. Novem­ber 2018, jen­em Datum, mit dem auch das weltweit erste rechtliche Rah­men­werk für DLT-Tech­nolo­gie in Kraft trat. Genau bei dieser Ver­anstal­tung gab der mal­te­sis­che Pre­mier­min­is­ter Joseph Mus­cat auch bekan­nt, dass man neben der Posi­tion­ierung als Blockchain Island auch den näch­sten Schritt set­zen wolle und bere­its an Geset­zesini­tia­tiv­en und der Ausar­beitung eines rechtlichen Rah­men­werkes für Arti­fi­cial Intel­li­gence feile.

Auch in diesem Bere­ich gäbe es rechtlich sehr viel Neu­land zu betreten und zahlre­iche her­aus­fordernde Fragestel­lun­gen, auf die man aus rechtlich­er Per­spek­tive weltweit noch keine klaren Antworten gefun­den habe. Zu diesem Zweck hat man auch bere­its damals bekan­nt gegeben, dass man eine Arti­fi­cial Intel­li­gence Task Force mit renom­mierten Forsch­ern und Vertretern aus Wirtschaft und Poli­tik zusam­men geset­zt hat.

So ist es also der näch­ste logis­che Schritt, dass die mal­te­sis­che Regierung ihre Bemühun­gen um diese bei­den bahn­brechen­den Tech­nolo­gien kom­biniert und einen großen Event organ­isiert, der wenig über­raschend den Namen Mal­ta Blockchain & AI Sum­mit 2019 trägt.

Stat­tfind­en wird das weltweit viel antizip­ierte Großereig­nis am 24. und 25. Mai 2019 im Hilton Hotel in St Julian’s. Auch dies­mal möchte man wieder die max­i­male Befül­lung der Räum­lichkeit­en erre­ichen und sog­ar 8500 Blockchain- und AI-Enthu­si­as­ten aus aller Welt anziehen.

Medientrommel wird ab sofort gerührt

In den let­zten 2 Wochen begann man bere­its die Wer­be­trom­mel zu rühren. In den ersten Aussendun­gen von medi­aler Seite wer­den namhaften Experten und Insid­er der Branche genan­nt, die als Keynote Speak­ers oder Autoritäten in Pan­el Dis­cus­sions ihr Know-how ein­brin­gen und an den span­nen­den Diskus­sio­nen teil­nehmen wer­den, bzw. natür­lich auch dem inter­essierten Teil­nehmer­pub­likum Rede und Antwort ste­hen.

Auf der offiziellen Web­seite des Events wer­den schon jet­zt hochkarätige Teil­nehmer genan­nt,  darunter der bekan­nte Blockchain-Berater Tim Drap­er, oder Ben Goertzel von Sin­gu­lar­i­tyNET, der natür­lich auch wieder Sophia, die sprechende AI-Robo­t­erin mit­bringt. Sophia ist sym­bol­isch für den Event bere­its zum ersten „AI Cit­i­zen“ Mal­tas, also ein­er Bürg­erin, gewor­den. Medi­ale Berichter­stat­tung über den Event wer­den vor allem die Medi­en­part­ner Coin­Mar­ket­Cap und die Times of Mal­ta leis­ten.

Maltesische Regierung ranghoch vertreten & kündigt Rechtsperson für DAOs an

Selb­stver­ständlich ste­ht die Ver­anstal­tung auch dieses Jahr wieder unter der Schirmherrschaft des mal­te­sis­chen Pre­mier-Min­is­ters Joseph Mus­cat, der es sich nicht nehmen lässt, die Teil­nehmer selb­st bei dem mit Span­nung erwarteten Sum­mit per­sön­lich zu begrüßen. Auch Sil­vio Schem­bri, Par­la­mentssekretär für dig­i­tale Wirtschaft, wird beim 2‑tägigen Kongress vor Ort sein und mit Vertretern aus aller Welt in Dia­log treten.

Auch erste Details zur Agen­da sind bere­its durch­gesick­ert. So wer­den sich die Keynotes und Podi­ums­diskus­sio­nen drei unter­schiedlichen The­men­bere­ichen wid­men. Dies sind zum einen das The­ma Blockchain & AI and For­eign Direct Invest­ment, zweit­ens Future of Dig­i­tal Invest­ment sowie Reg­u­la­to­ry Frame­work of the Blockchain & AI Space (also rechtliche Fragestel­lun­gen rund um Blockchain & AI).

Zudem kündigt man auf der Web­seite des Sum­mits bere­its eine weit­ere „World’s First“-Maßnahme von rechtlich­er Seite an. Noch im Jahr 2019 soll ein weit­eres Gesetz ver­ab­schiedet wer­den, das soge­nan­nten DAOs – Decen­tral Autonomous Organ­i­sa­tions – eine eigene Rechtsper­son ver­schafft. DAOs sind Organ­i­sa­tio­nen, bei welchen alle Prozesse und Transak­tio­nen durch die Aus­führung von Smart Con­tracts automa­tisiert (also ohne men­schlich­es Zutun) abgewick­elt wer­den kön­nen.

Unter Top 10 der AI-Länder: Schembri kündigt öffentlichen Diskussions-Workshop an

In einem Work­shop bei Microsoft hat Sil­vio Schem­bri unter­dessen mehr Details und Neuigkeit­en zur Entwick­lung des geplanten AI-Rah­men­werks verkün­det. Er betonte dabei die Zielset­zung, dass das zu erar­bei­t­ende rechtliche Rah­men­werk drei Anforderun­gen genü­gen müsse: ethisch kor­rekt, trans­par­ent und sozial ver­ant­wortlich.

Zur Zielset­zung der Trans­parenz und prak­tis­chen Anwend­barkeit legt man auch hohen Wert auf einen möglichst öffentlichen Aus­tausch und Diskurs zu dem rechtlichen Neu­land, dass hier erschlossen wird. Darum hat Schem­bri für den 21. März einen öffentlichen Work­shop zum The­ma AI angekündigt und lädt offen alle betrof­fe­nen und inter­essierten Parteien zur Teil­nahme ein.

Er erhoffe sich davon für alle involvierten Parteien mehr Klarheit und eine gemein­same Rich­tung für die Zukun­ft der AI-Geset­zge­bung. So sagte er: „ The pub­lic con­sul­ta­tion work­shop by the Malta.AI Task­force will pro­vide a bet­ter pic­ture of where the strat­e­gy is head­ing and which are the iden­ti­fied pil­lars that will be focused upon.”

Weltweit einzigartig: Malta gibt Hochschulabschlüsse ab sofort über Blockchain aus

Mit ein­er weit­eren Maß­nahme will Mal­ta seine Rolle als Vor­re­it­er in Sachen Blockchain aber­mals unter­stre­ichen. In Mal­ta wer­den ab sofort alle von pri­vat­en, kirch­lichen und staatlichen Schulen und Uni­ver­sitäten aus­gestell­ten Abschluss­diplo­ma und Urkun­den über die Blockchain aus­gegeben und gespe­ichert. Wie das lokale Tages­magazin Mal­ta­To­day am 21. Feb­ru­ar berichtet, hat die mal­te­sis­che Regierung hier­für einen 2‑Jahres-Ver­trag mit einem Unternehmen namens Soft­ware Machine abgeschlossen.

Dabei han­delt es sich allerd­ings gar nicht um eine neue Maß­nahme, son­dern vielmehr um die Fort­set­zung eines vor knapp 2 Jahren begonnen Pilot­pro­jek­ts. Schein­bar waren die Ergeb­nisse dieses Pro­jekt so zufrieden­stel­lend, dass man die Ini­tia­tive nun zu einem fix­en Bestandteil des öffentlichen Wesens in Mal­ta hochfährt.

Selb­stver­ständlich ließen sich die mal­te­sis­che Regierung und der Betreiber die Chance nicht ent­ge­hen, diesen weltweit einzi­gar­ti­gen Schritt medi­en­wirk­sam zu pub­lizieren. Denn Mal­ta ist ab sofort das erste Land der Welt, indem alle Hochschu­la­b­schlüsse über die Blockchain aus­gegeben wer­den. Darum lud man zu ein­er kurzen Feier ins Auberge de Castille, wo bei ein­er Pressekon­ferenz neben den Betreibern auch die ranghöch­sten Mit­glieder der mal­te­sis­chen Regierung anwe­send waren.

Pre­mier Joseph Mus­cat sieht die Maß­nahme selb­stver­ständlich als weit­eren Beweis der Posi­tion­ierung Mal­tas als Blockchain Island. Dies kom­men­tierte er punk­tiert wie fol­gt: “In 2017, we said Mal­ta will become the blockchain island, and it has.”

Zudem wies er auch auf die wesentlichen Vorteile der Her­aus­gabe von Diplomen und Urkun­den über die Blockchain hin. Dies seien vor allem eine umfan­gre­iche Reduk­tion des bürokratis­chen Aufwands als auch stärk­er­er Schutz für die pri­vat­en Dat­en der Stu­den­ten bzw. Absol­ven­ten. Denn die dig­i­tale Ver­i­fizierung mit­tels Pri­vate Key und Blockchain erlaubt es, die Authen­tiz­ität eines Stu­di­en­ab­schlusses nach­weisen zu kön­nen. Und dies vol­lkom­men ohne, dass weit­ere per­so­n­en­be­zo­gene Dat­en des Indi­vidu­ums offen­gelegt wer­den müssten.

Bei der Feier, bei der auch Bil­dungsmin­is­ter Evarist Bar­to­lo präsent war, kündigte der Par­la­mentssekretär für Dig­i­tal­wirtschaft Sil­vio Schem­bri für den 25.02. eine weit­ere Tranche von dotierten Stipen­di­en für Stu­den­ten eines Blockchain-ori­en­tierten Lehrganges an der Uni­ver­si­ty of Mal­ta an.

Malta Blockchain & AI Summit 2019: ein absolutes Muss für Blockchain & AI-Startups

Für Unternehmen, Start-ups und Free­lancer sowie Branch­en­ex­perten aus aller Welt bietet sich mit dem Mal­ta Blockchain & AI Sum­mit ein erstk­las­siges Event, um sich mit anderen Experten aus aller Welt auszu­tauschen und zu ver­net­zen. Zudem kann man auch mehr über die Blockchain Island Mal­ta als attrak­tiv­en Stan­dort für die Ansied­lung von Blockchain-Unternehmen erfahren.

About Dr. Jörg Werner

Dr. jur. Jörg Wern­er, born 27 May 1971, attend­ed the law school of the Uni­ver­si­ty of Leipzig and passed his first state exam­i­na­tion in the State of Sax­ony in 1996. After suc­cess­ful­ly com­plet­ing his manda­to­ry legal intern­ship, he suc­cess­ful­ly passed the sec­ond state exam­i­na­tion of the State of Sax­ony-Anhalt in 1998 and was admit­ted to the bar and began to prac­tice as a Ger­man attor­ney (Recht­san­walt) before the court of Magde­burg the same year. He worked as an attor­ney at the Law Offices of Prof. Dr. Fre­und & Kol­le­gen until he formed the firm of Wrede & Wern­er. He was also admit­ted to prac­tice before the Supe­ri­or Court of Naum­burg. In 2001, he moved the firm’s offices to Cen­tral Berlin, where he was admit­ted to prac­tice before the Courts of Berlin. Dr. jur. Jörg Wern­er then com­plet­ed his doc­tor­al stud­ies at the Uni­ver­si­ty of Ham­burg and grad­u­at­ed as a Dok­tor der Rechtswis­senschaften (Doc­tor of Laws).

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